Notruf : 112

Die Brandklassen

 

Als Brandklassen bezeichnet man eine Klassifizierung der Brände nach ihrem brennenden Stoff. Diese Klassifikation ist vorwiegend notwendig, um die richtige Auswahl entsprechender Löschmittel durch die Feuerwehr zu treffen.

Nach der Europäischen Norm EN 2 erfolgt die Einteilung der brennbaren Stoffe in die Brandklassen A, B, C, D und F.

 

Brandklasse

Beschreibung

Beispiele

Löschmittel

Hinweis

 Brandklasse A

Brände fester Stoffe, hauptsächlich organischer Natur, die normalerweise unter Glutbildung verbrennen.

Holz, Kohle, Papier, Textilien, Autoreifen, einige Kunststoffe, Stroh

Wasser, wässrige Lösungen, Schaum, ABC-Pulver

 

 Brandklasse B

Brände von flüssigen oder flüssig werdenden Stoffen.

Benzin, Alkohol, Teer, Wachs, viele Kunststoffe, Ether, Lacke, Harz

Schaum, ABC-Pulver, BC-Pulver, Kohlendioxid

auch Stoffe die durch die Temperaturerhöhung flüssig werden

 Brandklasse C

Brände von Gasen.

Ethin (Acetylen), Wasserstoff, Erdgas, Methan, Propan, Butan, Stadtgas

ABC-Pulver, BC-Pulver, Kohlendioxid nur in Ausnahmefällen (hierfür gibt es sehr selten speziell konstruierte Sonderfeuerlöscher mit Gasstrahldüse), Gaszufuhr durch Abschiebern der Leitung unterbinden

Brände von Gasen in der Regel erst dann löschen, wenn die Gaszufuhr unterbunden werden kann, da sich sonst ein explosionsfähiges Gas-Luft-Gemisch bilden kann

 Brandklasse D

Brände von Metallen.

Aluminium, Magnesium, Natrium, Kalium, Lithium und deren Legierung

Metallbrandpulver (D Pulver), trockener Sand, trockenes Streu- oder Viehsalz, trockener Zement, Grauguss-Späne

Bei Bränden der Klasse D niemals Wasser als Löschmittel verwenden

 Brandklasse F

Brände von Speiseölen/-fetten (pflanzliche oder tierische Öle und Fette) in Frittier- und Fettbackgeräten und anderen Kücheneinrichtungen und -geräten.

Speiseöle und Speisefette

Speziallöschmittel(zur Verseifung )

Bei Bränden der Klasse F (Fettbrand) niemals Wasser als Löschmittel